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3D-Druck für den Bereich Lebensmittel

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  • 3D-Druck – lebensmittelecht möglich?

    Schnell, kostengünstig und lebensmittelecht soll der 3D Druck dringend benötigte Bauteile liefern – auch in kleinen Stückzahlen. Doch genügen Material und 3D-Druckverfahren überhaupt den hohen Anforderungen der Lebensmittelbranche?

    Was bedeutet lebensmittelechter 3D-Druck?

    Wichtig ist zunächst eine Begriffsabgrenzung. Der 3D-Druck von Lebensmitteln selbst – sei es aus essbaren Materialien oder Kunststoffen für den Kaufladen des Nachwuchses, soll hier nicht thematisiert werden.

    „Lebensmittelecht“ meint in diesem Fall vielmehr mittels 3D-Druck gefertigte, lebensmittelgeeignete Bauteile, die zum Beispiel in Maschinen zur Herstellung oder Verarbeitung von Lebensmitteln eingesetzt werden können. Dafür müssen die Druckteile aus lebensmittelechtem 3D-Druckmaterial in Form von z.B. Filament hergestellt sein, das ungiftig ist und Geschmack und Geruch der Lebensmittel nicht überlagert oder verändert.

    Unsere Experten sind für Sie da!
    Sebastian Hänssler
    Alexander Weber
    Stefanie Schramm
    Stefanie Schramm

    Filament für den lebensmittelechten 3D-Druck

    Die Basis eines jeden 3D-Drucks für die Lebensmittelindustrie bildet das verwendete Material. Ohne Zwischenhändler beziehen wir lebensmittelechtes 3D-Druckmaterial aus PETG, PP, PEKK, PPSU, PEEK direkt von geprüften Lieferanten. Das bringt nicht nur Preisvorteile für unsere Kunden, sondern ermöglicht auch einen direkten Informationsfluss entlang der Lieferkette. Unsere Partner stehen für bedingungslose Qualität und einen hervorragenden Kundenservice. So ist es uns möglich, Ihre individuellen Anfragen – nicht nur in Bezug auf lebensmittelechtes 3D-Druckmaterial – schnell und fundiert zu beantworten.

    Konformitäten und Zulassungen für lebensmittelgeeigneten 3D-Druck

    Soll ein Bauteil im Lebensmittelbereich eingesetzt werden, muss es quasi immer die branchenspezifischen Zulassungen erfüllen. Da die Prüfung für die Hersteller von 3D-Druckmaterial mit Aufwand und Kosten verbunden ist, ist das Angebot an konformen Halbzeugen deutlich reduziert. Neben den klassischen EU – Konformitäten wie REACh und RoHS, erfüllt ausgewähltes Filament auch die Zulassung entsprechend FDA und EU 1935/2004 bzw. EU 10/2011.

    3D Druck – Grenzen der Lebensmittelsicherheit

    Als Profi für 3D-Druckteile in Industriequalität erfüllt Hänssler bereits eine Vielzahl von Anforderungen, um die maximale Produktsicherheit zu gewährleisten. Dank der großen Zahl eigener 3D-Drucker und passendem Zubehör sind wir stets bedacht, die Verunreinigung mit nicht lebensmittelechten Materialien zu minimieren.

    Sind alle Rahmenbedingungen erfüllt, ist jedoch zu beachten, dass fertigungsbedingt jedes 3D-Druckverfahren eine poröse Oberfläche erzeugt – selbst bei einem 3D-Druck mit hundertprozentiger Füllung. Die Folge sind Zwischenräume, die quasi nicht zu reinigen sind. Hier können in kurzer Zeit gesundheitsschädigende Bakterien und Pilze wachsen – auch beim Einsatz von entsprechendem Material. Abhilfe können Tauchbeschichtungen mittels lebensmittelechter Epoxidharze schaffen, um die Oberflächen zu versiegeln. Diese Harze sind jedoch teuer, die Nachbearbeitung zeitintensiv und die Versiegelung nicht dauerhaft. Was also tun?

    Auf 3D-Druck im Lebensmittelbereich verzichten?

    Als Entwicklungspartner ist es unser Anspruch, Interessenten und Kunden umfassend und transparent zu beraten und mit Ihnen das geeignete Material und den optimalen Fertigungsprozess zu finden, bevor wir mit der Fertigung beginnen.

    Für den Lebensmittelbereich gilt: Der tatsächliche Einsatzbereich des Bauteils entscheidet schlussendlich, welches Fertigungsverfahren zum Einsatz kommen muss. Wird beispielsweise ein Träger benötigt, der keinen direkten Kontakt mit kritischen Lebensmitteln hat, in den Räumlichkeiten der Lebensmittelverarbeitung jedoch konformes Material Pflicht ist, ist der 3D-Druck eine absolut geeignete Fertigungsmöglichkeit. Gleiches gilt für Maschinen zur Verpackung oder Konfektionierung von Lebensmitteln, bei denen gefordert wird, dass jedes Bauteil aus konformem Material hergestellt sein muss. Hier spielt der lebensmittelechte 3D-Druck ebenfalls seine Stärken voll aus!

    Werkstoffe

    Hier präsentieren wir Ihnen unsere verfügbaren Werkstoffe, die in der additiven Fertigung eingesetzt werden. Sie erhalten zu jedem Werkstoff Informationen zu seinen Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten.

    Die Alternative zum lebensmittelechten 3D-Druck

    In kritischen Bereichen, in denen bedingungslose Hygiene indiskutabel ist und regelmäßig alle Komponenten sorgfältig gereinigt werden müssen, um das Wachstum von Bakterien und Pilzen zu verhindern, raten wir ganz klar zu konventionell, mittels CNC-Bearbeitung gefertigten Bauteilen aus lebensmittelechten Materialien. Hergestellt aus Platten, Rohren oder Vollstäben lebensmittelechter Halbzeuge sind die gefertigten Produkte in der Regel ohne jegliche Oberflächenbehandlung sofort bedenkenlos einsetzbar.

    Spezialisiert auf Drehteile, Frästeile und Dreh-Frästeile aus Hochleistungs-Kunststoffen in geringen bis mittleren Stückzahlen, bilden unsere zerspanten Bauteile mehr als eine Alternative zum lebensmittelechten 3D-Druck. Sie sind in vielen Fällen die erste Wahl!

    Greifer aus PC zur Anwendung im Lebensmittelbereich

    Häufig gestellte Fragen zum 3D-Druck für den Bereich Lebensmittel

    Was sind lebensmittelechte Filamente?

    Lebensmittelechte Filamente sind 3D-Druck-Kunststoffe, die für den Kontakt mit Lebensmitteln geprüft und per Konformitätserklärung nach EU 10/2011 freigegeben sind. Typische Werkstoffe sind PETG, PP, PEKK, PPSU und PEEK. Ob ein Druckteil wirklich geeignet ist, hängt zusätzlich von Farbe/Additiven, sauberem und geeigneten Druck-Setup (z. B. Edelstahl-Düse) sowie einer hygienischen, möglichst dichten Oberfläche bzw. Nachbehandlung ab.

    Was ermöglichen lebensmittelechte Filamente?

    Lebensmittelechte Filamente ermöglichen den 3D-Druck von Bauteilen, die sicher mit Lebensmitteln in Berührung kommen – etwa Greifer, Führungen, Abdeckungen oder Vorrichtungen in Verarbeitung und Verpackung. Grundlage sind konforme Werkstoffe (z. B. PETG, PP, PEKK, PPSU, PEEK) und die Beachtung der einschlägigen EU-Vorgaben. Wichtig sind glatte, hygienische Oberflächen und eine geeignete Nachbearbeitung; für sehr hygienekritische Bereiche empfiehlt sich häufig die spanende Alternative.

    Welche Filamente sind lebensmittelecht?

    Lebensmittelechte 3D-Druck-Filamente sind solche, die in einer für Lebensmittelkontakt konformen Rezeptur vorliegen (EU 1935/2004, EU 10/2011) und mit Konformitätserklärung geliefert werden. Für den Lebensmittelbereich werden insbesondere PETG, PP, PEKK, PPSU und PEEK eingesetzt. Wichtig: Die Eignung hängt nicht nur vom Grundpolymer, sondern auch von Farbstoffen/Additiven, der bestätigten Konformität sowie der sauberen Prozesskette (z. B. Edelstahl-Düse) und einer hygienisch geschlossenen Oberfläche ab.

    Ist PLA lebensmittelecht?

    PLA ist nicht automatisch lebensmittelecht. Für direkten Lebensmittelkontakt braucht es eine spezifische, geprüfte Rezeptur plus gültige Konformitätserklärung nach EU 1935/2004 und EU 10/2011. Standard-PLA-Druckteile sind wegen poröser Oberflächen, möglicher Verunreinigung und der geringen Wärmebeständigkeit meist ungeeignet. In der Praxis nutzt man für solche Anwendungen eher zertifizierte Materialien wie PETG, PP, PPSU oder PEEK.

    Welche behördlichen Vorgaben gibt es für lebensmittelechte Filamente?

    Für lebensmittelechte Filamente gelten in der EU die Rahmen-VO (EG) 1935/2004, die Kunststoff-VO (EU) 10/2011 und die GMP-VO (EG) 2023/2006; in Deutschland wird das über das LFGB überwacht. Der Hersteller muss zugelassene Stoffe einsetzen, Konformitätserklärung und Rückverfolgbarkeit bereitstellen und nach GMP produzieren. „Lebensmittelecht“ erfordert Migrationsprüfungen (OML/SML) nach 10/2011; Farbmittel unterliegen zusätzlich nationalen Vorgaben bzw. BfR-Empfehlungen. Wichtig: Die Konformität bezieht sich auf den Endartikel – beim 3D-Druck sind daher Druckprozess, Oberflächenqualität und Hygiene/Nachbehandlung zu berücksichtigen; eine Filament-DoC allein genügt nicht.

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