-
Sehr gute Kantenqualität:
Bei gedrehten Elastomerteilen sind scharfe, definierte Kanten möglich. -
Hohe Maß- und Formgenauigkeit:
Durch die Stabilisierung des Rohlings (Harz-Einbettung) erreicht man bei elastischen Drehteilen eine sehr präzise Geometrie. -
Dünnwandige Bauteile möglich:
Sehr kleine Wandstärken sind realisierbar (teilweise nur ca. 0,2–0,3 mm). Solche dünnwandigen Bereiche sind bei anderen Herstellverfahren oft deutlich schwieriger umzusetzen. -
Großer Größenbereich:
Drehteile aus Elastomer sind ab wenigen Millimetern machbar, aber auch als sehr große – bis zu etwa 1,5 m Durchmesser. -
Schnell und flexibel ohne Form:
Für Drehteile braucht man keine Form. Dadurch entfallen Werkzeugkosten und lange Vorlaufzeiten. Je nach Bedarf sind Teile in wenigen Tagen lieferbar.
Drehteile

Wir sind darauf spezialisiert, in unserer Produktion ausschließlich technische Kunststoffe zu verarbeiten. Wir verzichten bewusst auf die Bearbeitung von Metallen. Das gibt uns die Möglichkeit, unseren Maschinenpark konsequent auf die Zerspanung von Kunststoffen zu optimieren. So können wir unsere Expertise in der Kunststofftechnik gezielt beim Kunststoff drehen einsetzen. Das ermöglicht es uns, Hochleistungskunststoffe zu verarbeiten und komplexe Geometrien zu verwirklichen.
Dank dieser Spezialisierung auf Kunststoffe sind wir für Drehteile aus Kunststoff mehr als ein reiner Lohnfertiger und können Sie auch als Entwicklungspartner begleiten. Unser Team aus erfahrenen Ingenieuren unterstützt Sie mit kurzen Abstimmungswegen und praxisnaher Expertise. Wir empfehlen den frühen Kontakt zu unserer Entwicklung auch dann, wenn Werkstoff und Auslegung bereits feststehen, da sich so häufig Kosten reduzieren und die Bauteilqualität weiter verbessern lässt.

Fertigung von Drehteilen aus PEEK
Wärmeausdehnung von gedrehten Kunststoffteilen
Bei vielen Kunststoffarten ist der Wärmeausdehnungskoeffizient 20-mal größer, als bei den meisten Metallen. Beim Drehen entsteht Reibung und damit Wärme, die sich auf das Werkstück überträgt und so bereits bei der Fertigung einen größeren Einfluss auf die Genauigkeit hat.
Auch bei der fertigungsbegleitenden Qualitätskontrolle der CNC- Drehteile, sowie bei der Endkontrolle der Bauteile, ist dieser Einflussfaktor zu berücksichtigen. Unsere CNC-Drehmaschinen sind besonders ausgestattet, um diesem Effekt entgegen zu wirken. Ein Wärmeabtransport über Kühlschmiermittel ist bei den meisten Hochleistungskunststoffen nicht zulässig.
Speziell beim Einsatz von Hochtemperaturkunststoffen ist dieser hohe Wärmeausdehnungskoeffizient besonders zu berücksichtigen und die Konstruktion muss entsprechend angepasst werden.
Drehteile aus Elastomeren
Zerspanung von Elastomeren
Bei Elastomeren kann man sich das Zerspanen des fertigen Bauteils schwer vorstellen, weil das Material „nachgibt“ und sich nicht so verhält wie Metall oder andere Kunststoffe.
Der Schlüssel bei elastischen Drehteilen liegt im Rohling und in der Stabilisierung während der Bearbeitung. Der Elastomer-Werkstoff wird in ein Harz eingebettet. Dieses Harz stabilisiert das Drehteil aus Elastomer während des Zerspanungsprozesses, sodass es beim Drehen formstabil bleibt.
Vorteile von zerspanten Elastomerteilen
Sie sehen einen Platzhalter von Vimeo. Durch das Entsperren werden Daten an Drittanbieter weitergegeben.
Mehr Informationen
Führungsbuchsen aus Hartgewebe und POM | Einsatz: Maschinenbau

Fertigung von Drehteilen aus PTFE
Tolerierung von Drehteilen aus Kunststoff
Kunststoffpräzisionsteile können nicht immer mit den Toleranzen angesetzt werden, die bei Metallteilen Stand der Technik sind. Die Kunststoffverarbeitung ist bei der Vielzahl von technischen Kunststoffen deutlich anspruchsvoller, weshalb auch die Toleranzen entsprechend gestaltet werden müssen.
Zum einen spielt dabei die geringere Steifigkeit und eine größere Elastizität eine Rolle, zum anderen die im Schnitt 20-mal größere Wärmeausdehnung. Hinzu kommt die kunststoffspezifische Feuchtigkeitsaufnahme bei vielen Werkstoffen.
Ein entscheidender Faktor bei der Kunststofftechnik sind Eigenspannungen, die fertigungsbedingt im Halbzeug verbleiben können. Bei der zerspanenden Bearbeitung werden sie frei und können somit Einfluss auf die Genauigkeit haben.
Für all diese Herausforderungen haben wir Lösungen entwickelt, um dennoch die höchste Genauigkeit bei der Bearbeitung von Kunststoff zu erzielen.
Vom kleinsten Durchmesser bis hin zu großen Drehteilen aus Kunststoff
Durch unseren vielseitigen Maschinenpark in der Kunststoffdreherei, können wir Mikro- Bauteile aus Kunststoff genauso fertigen, wie größte Drehteile bis 1500 mm. An unserem Standort in Mannheim decken wir durch viele Innovationen ein sehr großes Spektrum an Kunststofflösungen ab.
Abhängig von den Anforderungen wählen wir das ideale Fertigungsverfahren aus und stimmen die Prozesse für ein optimales Ergebnis mit unseren Kunden ab.

Fertigung von Drehteilen aus PEEK GF

Prüfung eines Drehteils aus Elastomer
Eigenspannungen von Drehteilen aus speziellen Kunststoffen
Bei der Herstellung von Halbzeugen aus thermoplastischen Kunststoffen entstehen oft Eigenspannungen, die durch den Abkühlprozess im Halbzeug verbleiben. Ohne Vorkehrungen, werden diese Eigenspannungen bei der CNC- Bearbeitung frei und das Bauteil kann sich verformen. Diese Verformung kann sich auch noch längere Zeit nach dem Bearbeiten fortsetzen. Kunststoffteile, die positiv vermessen wurden, können nach einer gewissen Einlagerungszeit plötzlich Maßabweichungen aufweisen.
Wir bei Hänssler wirken diesem Effekt entgegen, indem wir mit unseren Temperöfen vor der Bearbeitung, oder gar zwischen den Bearbeitungsschritten die Eigenspannungen reduzieren. Durch unser Knowhow und die langjährige Erfahrung kennen wir die Temperprozesse bei Standardkunststoffen ebenso wie bei Hochleistungskunststoffen und können somit besondere Toleranzen realisieren.
Häufig gestellte Fragen zu Drehteilen aus Kunststoff
Beim Drehen von Kunststoff wird ein rotierendes Kunststoff-Halbzeug in einer Drehmaschine eingespannt und mit einem passenden Schneidwerkzeug zerspant. Werkstoffauswahl, Werkzeuggeometrie, Schnittgeschwindigkeit und Spanabfuhr unterscheiden sich deutlich von der Metallbearbeitung: Wegen der geringen Wärmeleitfähigkeit und Erweichungstemperatur von Kunststoffen sind stabile Spannung, ausreichende Kühlung bzw. Temperaturkontrolle, saubere Spanabfuhr sowie angepasste Schnittparameter entscheidend. Wer diese Faktoren berücksichtigt, erzielt saubere, maßhaltige Kunststoff-Drehteile mit guter Oberfläche und geringem Ausschuss.
Für das Drehen von Kunststoff empfiehlt sich primär ein technischer Thermoplast mit guter Zerspanbarkeit, z. B. Polyamid (PA) oder Polyoxymethylen (POM). Wer höhere Anforderungen hat (Chemikalien, Temperatur, Verschleiß) kann auch Hochleistungskunststoffe wie PEEK einsetzen – dann sind jedoch auf die Bearbeitungsbedingungen (Wärme, Werkzeug, Eigenspannungen) besondere Rücksicht zu nehmen.
Drehteile aus PEEK bieten eine Kombination aus hoher Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit, mechanischer Festigkeit sowie guter Dimensionsstabilität – damit eignen sie sich für anspruchsvolle Einsatzbedingungen, insbesondere wenn herkömmliche Kunststoffe oder Metalle an ihre Grenzen stoßen.
Drehteile aus POM überzeugen durch ihre hohe Festigkeit, Steifigkeit und Zähigkeit. Zusätzlich besitzen sie eine sehr gute Gleit- und Verschleißfestigkeit bei gleichzeitig geringer Wasseraufnahme und guter Dimensionsstabilität. Damit eignen sie sich ideal für präzise, belastete Bauteile mit Gleit- oder Rotationsbewegung sowie für feuchte oder chemisch beanspruchte Umgebungen. Allerdings müssen bei der Bearbeitung und beim Einsatz die begrenzte Hochtemperaturbelastbarkeit und die begrenzten Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Werkstoffen berücksichtigt werden.
Drehteile können bei Hänssler Kunststoff- und Dichtungstechnik über das Kontaktformular, telefonisch oder per E-Mail angefordert werden.















