Bei der Auslegung werden Systemvariablen wie Druck, Temperatur, Geschwindigkeit, Medium, Oberflächenqualität und Kontamination zu einem stimmigen Dichtungskonzept verarbeitet. Die technische Balance liegt zwischen Leckage, Reibung, Verschleiß und Standzeit. Eine sehr dichte Ausführung senkt die Leckage, erhöht aber Reibung und Wärmeeintrag, was wiederum Verschleiß und Alterung beschleunigt. Eine reibungsarme Auslegung lässt mehr Leckage zu und kann den Wirkungsgrad reduzieren. Gute Dichtungstechnik bedeutet, diese Größen gekoppelt zu betrachten und Material, Profilgeometrie, Vorspannung und Schmierzustand so abzustimmen, dass das System unter realer Betriebslast robust funktioniert. Maßgebliche Normen sind unter anderem ISO 6194 für Radial-Wellendichtringe, ISO 5597 für Stangendichtungen sowie DIN 3771 / ISO 3601 für O-Ringe.