Führungsringe – Hydraulische Dichtungen

Kolben- und Stangenführungsringe nehmen Querkräfte auf und vermeiden metallischen Kontakt zwischen den gleitenden Bauteilen. Durch das zusätzliche Element werden die Funktionen „Dichten“ und „Führen“ getrennt. Im Gegensatz zu metallischen Führungen stellen Führungsringe aus Kunststoffen eine kostengünstige Lösung dar, reduzieren Reibung und Verschleiß und kommen in vielen Fällen ohne Schmierung aus. Weitere Informationen finden sich auch im Kapitel „Führungselemente“ in der Broschüre „Kunststofftechnik“.
Unter den abgebildeten Standardprofilen verstehen wir Führungsringe, die den Stand der Technik repräsentieren. Wir fertigen diese Führungsringe selbst für alle geforderten Nutabmessungen aus einer Vielzahl von Werkstoffen. Neben gedrehten und gespritzten Führungsringen liefern wir viele Abmessungen als Meterware oder fertig zugeschnitten.
Einen Gesamtüberblick und weitere Informationen dazu gibt es in folgenden Kategorien:
- Führungsringe Rechteckform
- Führungsringe L-Form
- Führungsringe T-Form
- Führungsringe U-Form
Je mehr Informationen bekannt sind, desto besser kann das Führungselement auf den Anwendungsfall angepasst werden.
Für die Auswahl des richtigen Profils und des optimalen Werkstoffes sind folgende Kriterien wichtig:
- Einbauraum
- Querkräfte
- Temperaturbereich
- Medium
- Dreh- / Schwenkgeschwindigkeit
- Gegenlauffläche
- Montagemöglichkeit
- Reibungsverhalten
- Standzeiterwartung
- Preis
- Verfügbarkeit
Führungsringe Rechteckform
- Standard
- kostengünstig
- je nach Werkstoff auch als Meterware und als Zuschnitte erhältlich
- geringe Reibung
- leichte Montage in geschlossenen Nuten
- hohe Belastungen
- auch mit Stufenschnitt lieferbar
FR = Führungsring
K = Kolben
S = Stange
LN = Linearnut
MN = Mittelnut
SN = Spiralnut
Führungsringe L-Form
- kostengünstig
- geringe Reibung
- leichte Montage in geschlossenen Nuten
- hohe Belastungen
- geringer axialer Bauraum
F = Führungsring
L = L-Form
K = Kolben
S = Stange
LN = Linearnut
MN = Mittelnut
SN = Spiralnut
Führungsringe T-Form
- Standard
- kostengünstig
- aus POM viele Abmessungen als Spritzteile lieferbar
- geringe Reibung
- leichte Montage in geschlossenen Nuten
- hohe Belastungen
- geringer axialer Bauraum, dadurch kurze Kolbenkonstruktionen möglich
F = Führungsring
T = T-Form
K = Kolben
S = Stange
LN = Linearnut
MN = Mittelnut
SN = Spiralnut
Führungsringe U-Form
- geringe Reibung
- leichte Montage in geschlossenen Nuten
- hohe Belastungen
- geringer axialer Bauraum, dadurch kurze Kolbenkonstruktionen möglich
F = Führungsring
U = U-Form
K = Kolben
S = Stange
LN = Linearnut
MN = Mittelnut
SN = Spiralnut
Häufig gestellte Fragen zu Führungsringen
Ein Führungsring ist ein Führungselement im Hydraulik- oder Pneumatikzylinder. Er nimmt Querkräfte auf, führt die bewegten Bauteile und verhindert direkten Kontakt zwischen den gleitenden Komponenten.
- Hydraulikzylinder (Industriehydraulik)
- Pneumatikzylinder
- Mobilhydraulik (z. B. Arbeitszylinder in mobilen Maschinen)
- Pressen- und Umformtechnik
- Produktions- und Automatisierungsanlagen (Linearantriebe/Spann- und Handhabungseinheiten)
- Werkzeug- und Maschinenbau (allgemein überall dort, wo Kolben/Kolbenstangen seitlich belastet werden und eine definierte Führung nötig ist)
Kunststoff-Führungsringe bieten meist geringere Reibung und weniger Verschleiß und funktionieren je nach Werkstoff oft auch mit wenig oder ohne Schmierung. Zusätzlich sind sie häufig kostengünstig und in vielen Profilen verfügbar.
Kolbenführungsringe sitzen am Kolben und führen ihn im Zylinderrohr; Stangenführungsringe sitzen im Kopf/Führungsbereich und führen die Kolbenstange. Beide nehmen Querkräfte auf und verhindern Metallkontakt. Sie unterscheiden sich vor allem durch Einbauort und damit durch Einbauraum/Nutabmessungen sowie die Montageausführung.
Führungsringe können bei Hänssler Kunststoff- und Dichtungstechnik über das Kontaktformular, telefonisch oder per E-Mail angefordert werden. Neben Standardprofilen ist Hänssler auf die Herstellung von Sonderprofilen spezialisiert und kann für anspruchsvolle Anwendungen Hochleistungskunststoffe einsetzen.




















